Presse

Der VDBF arbeitet sehr eng und kooperativ mit der deutschen Fachpresse zusammen.

 


Werbung darf nicht zum Feindbild werden

 
 

Briefumschlagindustrie wehrt sich gegen Forderungen, in Deutschland eine Opt-in-Regelung einzuführen

(PresseBox) ( Brussels, )

 

Die im Verband der europäischen Briefumschlagindustrie (FEPE) zusammengeschlossenen Unternehmen sehen die zum marktwirtschaftlichen System gehörende Werbefreiheit zunehmend gefährdet. So haben die Aktionsgemeinschaft „Letzte Werbung“ und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) dieser Tage erneut öffentlich gefordert, dass die in Deutschland bewährte Opt-out-Regelung durch eine strikte Opt-in-Regelung ersetzt werden soll. Dies würde bedeuten, dass unadressierte Werbung nur noch zugestellt werden darf, wenn der Briefkasten mit einem Aufkleber „Werbung - ja bitte“ versehen ist. Die Systemumstellung könnte nach Einschätzung der FEPE tausende von Arbeitsplätzen in der Druck- und Webeindustrie kosten.

Nach Auffassung der FEPE stehen die Deutsche Umwelthilfe (DUH) , die Aktionsgemeinschaft „Letzte Werbung“ und auch ein Teil der politischen Parteien der zum marktwirtschaftlichen System gehörenden Werbefreiheit grundsätzlich kritisch bis ablehnend gegenüber. Werbung wird immer häufiger zum Feindbild, denn Werbung „verführt“ Verbraucher zum Kauf von eigentlich unerwünschten Produkten wie Fleisch, Süßigkeiten oder SUVs und sollte aus Sicht der Werbeskeptiker möglichst schnell eingeschränkt werden. Zur Erreichung dieses Ziels scheint die Reduzierung der Print-Werbung den idealen Ansatzpunkt zu bieten.

Werbung ist Kernelement der Marktwirtschaft

Werbung aber ist ein Kernelement unseres marktwirtschaftlichen Systems. Sie dient in erster Linie der Information über Produkte sowie Dienstleistungen und schafft für die Verbraucher Preistransparenz. Zudem werben auch Parteien und Institutionen um Mitglieder und Spende. Dies wird gerade in diesen Tagen deutlich, wenn auch Parteien, die sich für ein konsequentes Opt-in einsetzen, unadressierte Wahlwerbung in die Briefkästen einwerfen.

Werbung erfüllt in unserer Wirtschaftsordnung also einen wichtigen Zweck und verdient deshalb Anerkennung und keinesfalls eine ablehnende Haltung.

Zudem steht es bereits heute jedem Verbraucher frei, durch einen entsprechenden Aufkleber unerwünschte Werbung aus seinem Briefkasten zu verbannen. Von diesem Recht machen auch rund 30% er Verbraucher gebrauch. Das aber genügt den Initiatoren Opt-in-Kampagne nicht. Aus ihrer besonderen Sicht machen die Verbraucher einfach nicht das, was sie eigentlich tun sollten.

DUH fordert Opt-in-Regelung und 20 Cent Umweltabgabe auf Broschüren

DUH und die Aktionsgemeinschaft „Letzte Werbung“ fordern daher die sofortige Einführung einer Opt-in-Regelung in Deutschland, die mit angeblichen Einsparungen von 535.000 t Kohlenstoffdioxid begründet wird, zudem soll eine Umweltabgabe in Höhe von mindestens 20 Cent auf jede gedruckte Werbebroschüre erhoben werden, die als Postwurfsendung an Briefkästen verteilt wird.

Damit aber nicht genug auch die Postdienstleister sollen gedrängt werden, die Zustellung unadressierter Werbung zu überdenken. Insbesondere „Einkauf Aktuell“ der Deutschen Post steht dabei im besonderen Fokus der Werbeskeptiker.

Opt-in gefährdet tausende von Arbeitsplätzen in der Druckindustrie

Ganz abgesehen von der äußerst zweifelhaften DUH-Berechnungsmethode der CO2-Einsparungen, verschlingen die als Alternative genannten digitalen Lösungen enorme Mengen elektrischer Energie. Ganze Serverfarmen müssen hierfür vorgehalten werden, die selbstverständlich nicht CO2-frei zu betreiben sind. Aber in Wirklichkeit geht es den Initiatoren des Opt-ins um etwas ganz anderes. Wie auch schon bei einigen anderen Themen streben vermeintlich fortschrittliche Kräfte eine Umerziehung der Bevölkerung an. Verbraucher sollen zu Verhaltensänderungen gezwungen werden und nun auch Werbung möglichst ganz aus ihren Briefkästen verbannen. So oder ähnlich findet sich das auch in den Wahlprogrammen einiger Parteien wieder.

Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) hat hierüber gerade in der letzten Woche ausführlich berichtet.

Allerdings übersehen die Werbekritiker leichtfertig, dass 2021 in der Werbebranche rund 500.000 Menschen arbeiten, mehr als 100.000 davon in der Druckindustrie und ihren angelagerten Bereichen. Viele von ihnen könnten durch unbedachte Entscheidungen ihren Arbeitsplatz verlieren.

Alleine in der Briefumschlagindustrie stehen durch ein konsequentes Opt-in rund 2 Mrd. Werbehüllen zur Disposition.

Die FEPE wird sich im Schulterschluss mit anderen Verbänden mit allen Mitteln gegen einen unsinnigen Opt-in-Systemwechsel wehren. „In keinem Fall werden wir zulassen, dass das marktwirtschaftliche Element „Werbung“ in Deutschland verteufelt wird. Werbung darf nicht zum Feindbild werden“, so ein Sprecher der FEPE.

Briefumschläge werden deutlich teurer

Pressemitteilung FEPE Deutschland und VDBF vom 31.05.21

 

 

eCommerce: Kosten für fehlerhafte Lieferungen steigen

Briefkastenzustellung könnte viele Probleme lösen

Von Udo Karpowitz

 

Durch die aktuelle Corona-Pandemie verstärkt sich der schon vor der Krise bestehende Trend der Verlagerung vom stationären Handel hin zum Online-Handel.  Online-Bestellungen erreichen einen rekordverdächtigen Umfang. Wie eine jüngst veröffentlichte Studie von Direct Link zeigt, hat sich in einzelnen Ländern das Volumen der Onlinebestellungen bei den Internetnutzern in der Pandemie um bis zu 40% erhöht. Am größten war die Zunahme in Spanien, gefolgt von Belgien und Italien.

69 Prozent der Einzelhändler berichten zudem von einem massiven Anstieg des durchschnittlichen Bestellwerts im Online-Handel. Gleichzeitig vertrauen Kunden immer mehr in Einkäufe bei globalen Marken. 54 Prozent der Einzelhändler melden laut einer neuen Loquate-Studie einen Trend zu internationalen Bestellungen.

Alleine in den drei bevölkerungsreichsten Ländern Europas wurden 2020 Waren im Wert von mehr als 150 Mrd. € online bestellt. Auf ganz Europa bezogen dürften der Wert 2020 bei mehr als 300 Mrd. € gelegen haben.

Die pandemiebedingte Verlagerung vom stationären zum Online-Handel bietet neben Chancen aber auch Herausforderungen für die Händler.

 

Jede gescheiterte Zustellung verursacht zusätzliche Kosten

Bei höherem Bestellvolumen und globalem Warenverkehr stellt eine schlechte Lieferperformance eine große Gefahr für den Erfolg eines Unternehmens dar. Wie die Loquate-Studie jetzt enthüllt, stellen Fehlgeschlagene Lieferungen ein wachsendes Problem für die Händler dar. 99 Prozent der eCommerce-Unternehmen bestätigen, dass ein Teil ihrer Lieferungen nicht oder verspätet zugestellt wird.

24 Prozent der Unternehmer räumen ein, dass mehr als eine von zehn Bestellungen nicht beim ersten Versuch zugestellt werden kann. Die Kosten für fehlgeschlagene Lieferungen sind umfangreich. Etwa acht Prozent der Erstzustellungen schlagen fehl. Das kostet den Händler durchschnittlich 14,69 Euro pro Bestellung

 

Zuverlässige Zustellung entscheidet über Kundenzufriedenheit

Ein fehlgeschlagener Zustellversuch ist sowohl für Händler als auch Empfänger sehr ärgerlich. Grund für fehlgeschlagene Lieferungen können zum Beispiel falsche Adressdaten sein, immer häufiger aber liegt der Grund darin, dass Zusteller die Empfänger nicht zuhause antreffen.

Das kann nicht weiter verwunden, denn immer häufiger werden Bestellen von irgendwo unterwegs mit dem Smartphone ausgelöst. An die Zustellmöglichkeit der Ware wird in diesem Augenblick in den wenigsten Fällen gedacht. Gleichwohl ist die gelungene Zustellung für die Kundenbindung enorm wichtig. Wie eine Studie des deutschen Händlerbundes ergab, ist für 52% der Käufer eine reibungslose Zustellung der Ware eines der wichtigsten Kriterien für die Händlerbewertung und damit auch für die angestrebte längere Kundenbindung.

 

Vor Haustür gestellte Ware wird häufig entwendet

Kommt es dann aber zu Kundenreklamationen, weil die Ware dem Besteller nicht ordnungsgemäß zugestellt werden konnte, geraten die Paketdienstleister schnell unter den Druck des Onlinehandels. Viele Paketdienstleister behalten sich daher in ihren AGBs das Recht der „Ersatzzustellung“ vor, mit der in der Regel die Abgabe des Pakets beim Nachbarn oder die Ablage vor der Haustür gemeint ist. Was aber die Wenigsten wissen: Diese Klauseln sind in der Regel rechtsunwirksam. Das haben verschiedene Europäische Gerichte in entsprechenden Urteilen bestätigt. Zudem bergen Ersatzdienstleistungen die Gefahr, dass das beim Nachbarn eingegangene Paket einfach nicht dem Empfänger ausgehändigt wird oder aber die vor der Haustür oder Garage abgelegte Ware wird schlichtweg gestohlen.

Die Online-Branche sucht daher nicht ohne Grund nach Lösungen, die die Zustelleffizienz erhöhen und Kundenverlust durch Zustellprobleme auf der letzten Meile möglichst verhindern.

 

Viele Bestellungen passen eigentlich in den sicheren Briefkasten

Die Internationale Post Corporation (IPC) hat in einer eigens in Auftrag gegebenen Studie schon 2018 ermittelt, dass mehr als 50% aller online Bestellungen weniger 500g wiegen. Mehr als 40% der online bestellten Waren könnten aufgrund ihrer Größe so verpackt werden, dass man sie anschließend sicher in den heimischen Briefkasten zustellen kann. Anstelle dessen werden immer noch viel zu häufig übergroße Verpackungen eingesetzt, die aus ökologischer Sicht absolut unvorteilhaft sind und zudem nicht in den Briefkasten passen.

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Die direkte Briefkastenzustellung hätte aber für den Onlinehändler den großen Vorteil, dass der Empfänger für eine reibungslose Zustellung nicht unbedingt zu Hause angetroffen werden muss. Wenn die Ware dann erst einmal im Briefkasten deponiert ist, ist sie vor Diebstahl und Beschädigung sicher.

 

Neue Posttarife für kleine Warensendungen

 

Die Vorteile der briefkastengerechten Verpackung wurde auch von verschiedenen Postdienstleistern erkannt. So hat die Post NL bereits vor geraumer Zeit unter dem Stichwort „Briefkasten-Päckchen“ ein Konzept für Warensendungen bis 2 Kg entwickelt. Die Deutsche Post AG folgte mit dem „Warenbrief“, einem speziellen Tarif für Waren- und Büchersendung bis 1.000g, die direkt über die Briefkästen der Deutschen Post aufgegeben werden können. 

 

FEPE Mitglieder produzieren geeignete Verpackungen

Den Trend hin zu eCommerce-Verpackungen für kleinere, leichtgewichtige Produkte haben inzwischen zahlreiche Unternehmen aufgegriffen. Ein in der FEPE (Fédération Européenne des Producteurs d'Enveloppes AISBL) zusammengeschlossenes europaweites Netzwerk von Firmen hat sich auf die Fahnen geschrieben, ein möglichst komplettes Programm briefkastengerechter Verpackungen anzubieten. Mit innovativen Lösungen der FEPE Mitglieder können inzwischen nahezu alle Verpackungsprobleme für eCommerce-Produkte gelöst werden.

Das Produktspektrum reicht dabei von der stabilen Pappversandtasche mit easy-opening über Papier- und Luftpolstertaschen, Faltentaschen mit Expanderseitenfalte bis hin zu wasserdichten Versandtaschen.

 

Beispiele für eCommerce Verpackungen der FEPE Mitglieder

 

 

Onlinehändler können mit den Verpackungslösungen des FEPE Netzwerkes nicht nur ihre Verpackungsprobleme lösen, sondern es wird ihnen gleichzeitig auch ein ideales Programm zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit und Kundenbindung durch sichere Briefkastenzustellung der bestellten Waren geboten.

Wer mehr über Produkte und Lieferanten erfahren möchte, wendet sich an: www.fepe.org

 

 

FEPE Deutschland

Dipl.oec. Udo Karpowitz

17.05 2021

 

Pressemitteilung zum Thema "Print Mailing"

VDBF feierte 200. Geburtstag des Briefumschlages virtuell

Der Briefumschlag feiert im Juli 2020 seinen 200. Geburtstag

Udo Karpowitz zum 200. Geburtstag des Briefumschlages im Interview mit dem SWR

Covid-19: Briefumschlagindustrie sorgt in der Corona-Krise für Aufrechterhaltung der Briefkommunikation

Zuversicht trotz rückläufiger Briefumschlagmengen

Quelle: Druckspiegel 02.03.20

Paperworld mit vielfältigen Inspirationen

Quelle: BusinessPartner PBS 01.20

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Postmaster-Magazin Oktober 2019

Aus BusinessPartner PBS 2.7.19

PM zur Print & Digitalconvention 05/19

Mailings fürchten  Werbeblocker nicht 04/19

Paperworld 02/19

Postmaster 11/18

Zusammenarbeit mit bevh 09.18

Business Partner PBS 04/18

Postmaster zur Paperworld 02/18

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Postmaster  4.9.2017

Print & Produktion  25.7.2017

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