Klebstoffe

Beim modernen Briefumschlag besteht das Siegel der Verschwiegenheit aus Klebstoff. Aktuell wird zwischen vier verschiedenen Verschluss-Verklebungen für Briefumschläge unterschieden.


Nassklebung

Die Verschlussklappe des Umschlags wird mit trockenen, wasserlöslichen Klebstoffen gummiert. Kommt sie später mit Feuchtigkeit in Kontakt, wie dem Mundspeichel beim Ablecken, beginnt die Klappe zu kleben – sinnigerweise wird sie auch als "Mundklappe" bezeichnet. Bei der Nassklebung kommen nur Klebstoffe zum Einsatz, die nicht gesundheitsschädigend sind. Verwendet werden vorwiegend Dispersions-Klebstoffe. Ihr Vorteil: sie enthalten keine gefährlichen Lösemittel.

Häufig kommen auch Dextrin-Mischleime zum Einsatz. Das auch als Stärkegummi bezeichnete Dextrin wird durch Erhitzen von Weizen- und Maisstärke gewonnen. Es bildet sich auch in der Kruste von Gebäcken und Mehlspeisen. Gesundheitlich also vollkommen unbedenklich.

In feuchten Gebieten wie den Tropen gestaltet sich die Verwendung von wasserreaktivierbaren Umschlägen schwierig. Die Luftfeuchtigkeit ist so hoch, dass sich der Klebstoff löst. Gummierungen, die diesen ungünstigen Witterungsbedingungen standhalten, werden "tropenfest" bezeichnet.

 

Selbst- oder Haftklebung.

Im geschäftlichen Umfeld werden sehr viele Briefe verwendet. Es ist nicht gerade effizient, jeden einzelnen Brief mit der Zunge abzulecken. Auch der Trick mit dem feuchten Schwamm ist keine wirklich effiziente Methode. Zum Glück gibt es Briefumschläge mit Selbst- oder Haftklebung. Hier werden Klebstoffe verwendet, die nicht wasserlöslich sind.

 

Selbstklebende Briefumschläge

Bei ihnen wird mit druckempfindlichen Siegelklebstoffen gearbeitet: Ein Klebstoffilm befindet sich auf der Mundklappe, ein zweiter auf der Rückseite des Umschlags. Durch das Umlegen der Klap­pe wird der Briefumschlag verschlossen. Selbstklebende Briefumschläge sind zwar bequem, haben aber nur eine begrenzte Haltbarkeit von 6 bis 12 Monaten. Wer Briefumschläge länger lagert, ist mit Haftklebehüllen besser bedient.


Haftklebstoffe

Sie werden zur einseitigen selbstklebenden Gummierung eingesetzt und mit einem Silikonpapier geschützt, das vor der Klebung einfach abgezogen wird. Bei Klebungen, die besonders viel aushalten müssen, leisten Haftschmelz-Klebstoffe (hotmelt) zuverlässige Dienste. Haftklebehüllen bieten gegenüber Selbstklebehüllen eine mehrfach höhere Klebkraft und sind quasi unbegrenzt haltbar. Die meisten Hersteller geben eine 5-jährige Klebegarantie auf ihre Hüllen.

 

Adhäsionsklebung
Bei Briefumschlägen für Waren- und Büchersendungen kommt es darauf an, dass sie nicht zu fest haften. Die Post muss sie, ohne die Hülle zu beschädigen, öffnen können. Eine passende Lösung bietet die Adhäsionsklebung.

 

Aber nicht nur die Mundklappe eines Briefumschlags wird geklebt. Je nach Material halten spezielle Dispersionsklebstoffe auch Unterklappe und Seitennaht zusammen und fixieren Fenster, Futter und Spiegel.

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