Wie entsteht ein Briefumschlag?

 

Wir möchten Ihnen am Beispiel einer Rollen-Fertigung hier die Stationen der Herstellung eines Briefumschlages zeigen.

All dies geschieht in der Briefumschlag-Herstellungsmaschine!

 

Völlig von der Rolle...
Rollenwechsler mit Ausgleichseinrichtung

 

Hier wollen wir unseren Maschinenrundgang beginnen

 

 

Sie sehen zunächst  zwei Papier-Rollen mit einer Lauflänge von jeweils 16 Km.
Der sog. Wendewechsler ermöglicht einen Rollenwechsel ohne Unterbrechung der Produktion. Der Ausgleich von Spannungs-Unterschieden und einer evtl. unsauberen Lauflage erfolgt ebenfalls völlig automatisch.

Jetzt kommt Farbe ins Spiel...
Druckstock mit 5 Farbwerken

 

 

Gedruckt wird im sog. FLEXO-Druckverfahren überwiegend mit Wasserfarben, in seltenen Fällen auch noch mit Alkohol..
In einem Durchlauf können wir bis zu fünf Farben gleichzeitig drucken.
Innen- und Außendruck können dabei kombiniert werden.

 

In der Vorrill-Station beginnt die eigentliche Arbeit an der Papierbahn

 

 

 

Auf dem Weg vom Druckwerk zum Wiederauf- richte-Vorbruch wird die Papierbahn in Längs- und Quer- Richtung vorgerillt.

 

 

 

Danach erfolgt die Zuführung  zum Format-Schneidewerk.

Dabei wird die Papierbahn automatisch mit Sensoren überwacht.

Nun folgt der Übergangsbereich zwischen Formatschneidestation und Fensterschneidestation

 

Das Format ist nun geschnitten und man erkennt schon Seitenklappen und die spätere Verschluss- klappe.

In diesem Bereich erfolgt auch die Kontrolle der Papierbahn während des Einrichtens der Maschine und mit einer Stroboskoplampe auch während der Produktion.



Für das Fenster können wir Folie oder Pergamin verwenden.

 

 

Auch hier gibt es einen automatischen Rollenwechsler.

Wir müssen die Maschine also nicht anhalten, wenn eine Folienrolle verbraucht ist – es geht Non-Stopp weiter.

 

 

 

 

Im ersten Schritt wird die Fensteröffnung ausgestanzt.
Dann wird die Fensterfolie zugeschnitten.

 

 

 

 

Es folgen der Leimauftrag

und dann das Einkleben des Fensters

auf die laufende Papierbahn.

Wer kann die Klappe halten?
... die Seitenklappenstation

 

 

Zur seitlichen Verklebung der Umschläge werden die Seitenklappen benötigt.

 

Diese können wir innen- oder außenliegend produzieren.

Im Bild sehen Sie die Führung mit Einrichtung zum Umlegen der Seitenklappen an der Papierbahn.

 

... die zauberhafte Boden-Falzstation

Mit unglaublicher Geschwindigkeit entsteht in dieser Station aus einem Stück bedrucktem Papier ein Briefumschlag.

Das durch den Trennschnitt entstandene Format wird in der Boden- Falzstation zusammen- geklappt und die beleimten Seitenklappen durch Anpressdruck mit der gegenüberliegenden Seite verklebt.....(fast) fertig ist der Briefumschlag!

 

Nun fehlt nur noch die Gummierung, dafür gibt’s eine
Staffel-Einrichtung mit Station für Verschlussklappenleim

 

Die gerade neu „geborenen“ Umschläge werden zur Aufbringung des Verschluss- klappen-Leimes  mit Transportwalzen und Vakuumwalzen geschuppt (gestaffelt).
So vorbereitet, lässt sich der Leim mit einer Übertragungswalze prima aufbringen.

 

 

 

 

 ... noch ist der Umschlag feucht hinter den Ohren,

also rein in die Trockenbahn

 

              .. hier gibt’s auf drei Metern nichts als heiße Luft.

 

 

Dabei ist der Wärmebedarf etwa gleich groß wie bei einem Einfamilienhaus.
Da wir aber energiebewusst sind, verwenden wir ausschließlich hausinterne Abwärme

... kaum erwachsen, verlässt er die häusliche Wärme, es folgt die Auszugsstation.

 

 

Die gestaffelten Umschläge werden hier wieder getrennt und zur Falzstation für die Verschluss-Klappe geführt.

Hier wird die Verschluss-Klappe mittels zweier gegenläufiger Vakuumwalzen geschlossen.

Sternstunden des fertigen Umschlags...  aufrecht zum Packtisch und zur halbautomatischen Packhilfe,  und das mit 1600 Stück/Min

 

Aus der Falzstation laufen die Umschläge in das sog. Sternrad und werden hier aufgerichtet und mit hoher Geschwindigkeit auf dem Packtisch abgestellt.
Durch einen Zählerimpuls wird auto- matisch die vorgegebene Kartonmenge abgezählt und dem Packpersonal zuge- führt. Jetzt wird die Qualität nochmals sorgfältig in Augenschein genommen.

 

... jetzt packen wir‘s
Halbpackautomat mit Wendeeinrichtung

 

Nach der letzten Sichtkontrolle folgt die Verpackung der Umschläge durch Überstülpen der Kartonage oder der Box.

Anschließend wird der gefüllte Karton automatisch gewendet und dann auf ein Transportband gestellt.

Nun hoffen wir natürlich sehr, dass Sie die komplizierte Geburt eines ganz normalen Briefumschlages noch etwas besser verstehen gelernt haben.
Trotz der der unglaublichen Geburtenrate sind (fast) alles makellose Wunschkinder ... in Ihrem und unserem Sinne.

Das gesamte Bildmaterial wurde im Hause BONG im Werk Aitrach angefertigt.

Fotografiert wurde eine Rollenmaschine des Herstellers Winkler & Dünnebier Typ 202. Auf dieser Maschine können bis zu 1600 Umschlägen pro Minute produziert  werden.

Ein Dank geht an die Firma Fetter (Aitrach) für die freundliche tech- nische Unterstützung und die Fotos. 

Für Fragen oder Informa- tionen rufen Sie uns bitte an:

 

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